Der Erzengel Uriel

Sein Name kommt aus dem hebäischen und bedeutet: Feuer Gottes, Licht Gottes oder mein Licht ist Gott.

Im Christentum kannte man drei oder 4 Erzengel, je  nachdem, ob Uriel neben Michael, Gabriel und Raffael

dazugezählt wurde. Auf der Synode von Laodicea 343-380 wurde die "falsche Verehrung" der Engel und die

Schaffung von Engelskulten verboten. Und im Konzil von Rom im Jahr 745 wurde festgelegt, dass nur die drei

in der Bibel erwähnten Erzenge Michael, Gabriel und Raffael verehrt werden durften. In den altorientalischen,

slawischen soie äthiopisch orthodoxen Kirchen, die das Buch Ezra als Teil ihrer biblischen Schriften anerkennen, wird Uriel bis heute angerufen. In rabbinischen und gnostischen Schriften ist Uriel einer der insgesamt 10 Erzengel.

Er gilt als Regent der Sternenwelt, als Wächter über die Gesetze aller Welten, als Vorsteher des Paradieses, als

Hüter der Finsternis.

 In den orthodoxen Kirchen werden Uriel folgende Attribute zugeordnet: Stab, Schwert, Lichtglobus, Feuerflamme auf der Handfläche, sowie ein gleißender Blitz. Es gibt auch Abbildungen Uriels mit der Sonne, einer Laterne

oder einer Weihrauchschale.

 Uriel ist der Engel des Nordens, der Hüter des Erdelementes. Durch ihn manifestiert sich der Schöpfergeist Gottes

auf Erden, er segnet und belebt die Materie. Uriel läßt uns erkennen, dass die Materie selbst verdichteter Geist ist.

Er spendet allen Lebensformen Kraft. Das Element Erde ist das Feste, ist der Boden unter unseren Füßen. Das Erdelement ist kühl im Sommer und warm im Winter. Wir selbst sind Erdenwesen und es ist heilsam für uns,

uns der Verbindung zur Erde bewußt zu sein. Die Erde trägt uns, ernährt uns und ist unsere Wohnstadt. Sie

beschenkt uns mit der Fülle, dem Reichtum und der Schönheir der Natur. Sie verkörpert das ursprünglich Mütterliche. Die Erde ist der Planet, der uns anvertraut wurde, der uns zugewiesen wurde, um auf ihm zu lernen.

Nicht umsonst ist die Erde der einzige Ort, den wir kennen, an dem wir ohne Raumanzug und technische Apparaturen leben können. Wir sind für das Leben auf der Erde bestens ausgerüstet, sind ein Teil des Lebensnetzes dieses Planeten. So wie das Atmen der Bäume und das Atmen der Tiere und Menschen als harmonisches Geben und Nehmen geschehen, ohne unser bewußtes Zutun, sind wir mit allem Leben auf der Erde verwoben. Das ist das Wunder dieser Erde, die ein Ort für uns ist, wo wir leben und wachsen können, und lernen miteinander als fühlende und denkende Lebewesen in Einklang zu leben.

Uriels Auftrag als Licht Gottes ist, dieses Licht auf die Erde zu bringen. Er hilft uns, unser Licht zu leben. In jedem Menschen ist der Wunsch angelegt, seine Ideen zu verwirklichen. Das göttliche Schöpfungsfeuer in unseren Herzen will sich entfalten und ausströmen in die Welten. Es will Form annehmen in unserem Leben zu Wohle des großen Ganzen. Uriel  kann unserer Schöpfungskraft zum Durchbruch verhelfen und er schenkt uns den Mut und die Tatkraft dazu.

 Uriel bringt Licht in jede Materie. Er zeigt uns, dass alle Materie durchgeistigt ist. Dass sich alle unsere Gedanken und Gefühle materialisieren. Dass wir achtsam sein sollen mit unseren Gedanken und Gefühlen, um uns nicht selbst und anderen durch Negativität zu schaden. Achtsam sein müssen wir auch, was die Verwiklichung unserer Pläne betrifft. Was sind die Beweggründe für unseren Gestaltungsdrang? Dienen die erzeugten Gegenstände

dem Heil oder der Gier nach Geltung, Macht, Vermögen und Zerstörung? Haben wir das Recht, natürliche Resourcen zu vergeuden, um Produkte herzustellen, die unnötig oder schädlich sind? Haben wir das Recht, die Gaben aus der Erde durch Produktionsverfahren so zu denaturieren, dass sie nicht mehr im natürlichen Kreislauf des Wandels von der Erde wieder verabeitet werden können? Haben wir das Recht, aus den Gaben der Erde Waffen herzustellen um zu töten und zu vernichten? Und haben wir das Recht Energie mit Technologien zu erzeugen, deren Folgen wir verdrängen, weil wir uns nicht eingestehen wollen, das wir diese Folgen nicht im Griff haben.

 Das ist leider der Wahnsinn, der täglich auf unserem Planeten passiert.

Die Maßlosigkeit des menschlichen Strebens nach Macht, läßt viele glauben, selbst Schöpfer von Allem zu sein.

Sie glauben mit dem Leben auf der Erde dank ihrer eigenen Genialität nach ihrem Gutdünken und

Eigennutz verfahren zu dürfen. Bei genauerem Betrachten der menschlichen Schöpfungen wird man erkennen, dass der Mensch im Grunde Materie nur verwandeln, aber keine neue erschaffen kann. Darin liegt  die

Begrenztheit unseres Wirkens auf der Erde und möglicherweise die Lernaufgabe der Demut. Wir Menschen haben diese wunderbare Welt als Ort zum Leben bekommen und wir wurden mir vielen Fähigkeiten und Gaben bedacht. Durch den Funken der göttliche Schöpferkraft, den Uriel  uns vermittelt, haben Menschen seit Urzeiten

Großes und Schönes gestaltet. Aber Überheblichkeit und unersättliche Gier rufen andere, dunklere Geister auf den Plan, die Menschen in ihren Allmachtsphantasien bestärken können und sie so zu Handlangern der finsteren

Mächte werden lassen.

Andererseits wurde auch im Laufe der Geschichte das Körperliche oft verteufelt, in dem Irrglauben, das alles Irdische die Verbindung zum Geistigen behindere. Natürliche Lebensfreuden wie körperliche Liebe, Musik, Tanz

Theater und Sport wurden in manchen Religionen als gottlos angesehen. Dadurch ist sehr viel Leid auf der Errde geschehen und es geschieht auch heute noch.

Uriel hat eine andere Botschaft für uns.

 Er läßt uns erkennen, dass wir eins sind mit der Natur um uns, und dass das Element Erde auch in unseren Knochen und Fleisch sitzt. Er lädt uns ein, uns an der Schönheit der Natur zu erfreuen und inspiriert uns zu

künstlerischem Gestalten. Er regt uns an Dinge zu erzeugen die schön und nützlich sind und deren Herstellung

uns Freude und Zufriedenheit bringt. Er regt uns an unsere Erfindergeist und unseren Forscherdrang zum

Heil aller Wsen zu entfalten.

Der Erzengel Uriel ist auch der Herr über die Geister der Erde. Über die Gnome und Zwerge, die Heinzelmännchen,

Hausggeister, Baumgeister und Faune. An ihrer Spitze steht Pan, ein hoher Geist im Engelsrang, von der Kirche dämonisiert und als Krampus lächerlich gemacht. Alle diese Geister arbeiten daran, das Gleichgewicht der Kräfte der Erde zu erhalten. Die Verwüßtung ganzer Landstriche verletzt die Naturgeister und veranlasst sie, sich in menschenferne Gegenden zurückzuziehen. Geben wir ihnen wieder Raum in unseren Herzen und schaffen wir

Plätze wo wir ihnen unse Ehre erweiesen können.